Extrusion
Kunststofffolien werden im Extrusionsverfahren hergestellt. Dabei wird Kunststoffgranulat zerkleinert und unter Zuführung von Hitze kontinuierlich aufgeschmolzen. Die flüssige Schmelze tritt durch eine Düse aus. Durch die Abkühlung verfestigt sich der Kunststoff und bekommt so seine Folienform. Zwei Verfahren werden unterschieden: die Blas- und die Gießfolienextrusion. Die Wahl des Herstellungsprozesses wird durch die jeweiligen Anforderungen an eine Anwendung bestimmt. Durch die unterschiedliche Abkühlgeschwindigkeit beider Verfahren werden verschiedene optische und mechanische Eigenschaften der Folien erreicht. Diese werden durch Möglichkeiten bei der Rohstoffwahl verstärkt. NORDENIA produziert schon seit Mitte der 70er Jahre nach beiden Methoden.
Blasfolienextrusion
Beim Blasfolienverfahren wird die aus dem Extruder austretende Schmelze mit einer Ringdüse zu einem Schlauch geformt. Dieser wird durch Einblasen von Luft aufgeweitet. Durch die am Schlauch vorbeiströmende Luft kühlt der Kunststoff langsam ab und verfestigt sich zu einem Folienschlauch. Die Blasfolienextrusion ist eine der Kernkompetenzen von NORDENIA. Vielfältige Maschinenkonfigurationen auf der Basis modernster Technologie und die hohe Leistungsfähigkeit der Anlagen ermöglichen die Produktion eines besonders breiten Spektrums an Blasfolien.

Castfolienextrusion
Beim Gießfolienverfahren wird die aus dem Extruder austretende Schmelze mit einer Breitschlitzdüse zu einer flachen Folienbahn geformt und auf einer gekühlten Walze (Chill Roll) schnell verfestigt. Gießfolien werden vor allem bei technisch komplizierten Anforderungsprofilen verwendet. Speziell für die Fertigung von "High-Performance-Folien" hat NORDENIA die Kapazitäten in den vergangenen Jahren erheblich ausgebaut und mit modernsten Extrusionsanlagen eine starke Marktposition der Produkte erreicht.